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Titelporträt

Egal, wie heiß es hergeht

25 Jahre bereits stehen RBU-Produkte für reibungslose Funktionalität bei widrigsten Bedingungen. Seit wenigen Jahren bieten die Willicher auch Fertigung und Montage im Komplettpaket an.

Bild oben: Andreas Harmes, Geschäftsführer der RBU Group, auf einer Absperrklappe
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Aus der Vo­gelper­spek­tive gibt die 2.600 Qua­drat­me­ter große Pro­duk­tion­shalle der RBU Group in Wil­lich ein über­aus in­teres­santes Bild ab: Fein sortiert ste­hen oder lie­gen Stah­lerzeug­nisse in den un­ter­schiedlich­sten Größen, For­men und Far­ben an den einzel­nen Pro­duk­tionss­ta­tio­nen; Mi­tar­beit­er sch­nei­den, bie­gen oder sch­weißen daran; auf Schie­nen ange­brachte gelbe Kräne an der Hal­len­decke tran­s­portieren die Kom­po­nen­ten an einem Hak­en zur jew­eils näch­sten Sta­tion. Seit Mai 2017 ist die beein­druck­ende Halle Teil des neuen Fir­men­sitzes der RBU Group auf der Wil­lich­er Gießer­allee. Der Umzug war nötig ge­wor­den, weil die bei­den Stan­dorte Neuss und Kre­feld aus allen Näht­en platzte – und nun auch die Fer­ti­gung mit größeren Kom­po­nen­ten ihren Platz hat. „In den let­zten Jahren sind wir stark gewach­sen. Zu unserem RBU-Kerngeschäft, dem En­gi­neer­ing von speziellen Klap­pen und Schie­bern in der Prozess- und Ver­fahren­stech­nik ist mit dem Zukauf der HBS Ser­vice GmbH noch die Mon­tage und – wie Sie hi­er se­hen – mit dem Er­werb der ME Me­t­all GmbH die Fer­ti­gung hinzugekom­men“, erk­lärt An­dreas Harmes, der Geschäfts­führ­er. Der sym­pa­thische 49-Jährige hat 2009 das Drei­man­n­team RBU über­nom­men und es kont­inuier­lich weit­er­en­twick­elt. Heute beschäftigt er als Chef des Dreierges­panns RBU, HBS Ser­vice und ME Me­t­all ins­ge­samt 45 Mi­tar­beit­er. „Mit der RBU Group haben wir auf der ei­nen Seite drei Spezial­fir­men in ihren jew­eili­gen Bereichen, auf der an­deren Seite kön­nen wir her­vor­ra­gend Syn­ergien nutzen. Je nach Be­darf kön­nen wir dem Kun­den einzelne Ser­vices, aber eben auch die kom­plette Wertschöp­fung vom En­gi­neer­ing über die Fer­ti­gung bis hin zur Mon­tage an­bi­eten. Zu­dem kön­nen wir im Ver­gleich mit größeren Play­ern auch ganz flex­i­bel kleinere Auf­tragsvo­lu­mi­na ab­wick­el­n“, so Harmes.

Das RBU-Kerngeschäft: En­gi­neer­ing von Klap­pen und Schie­bern

Andreas Harmes, Geschäftsführer der RBU Group, auf einer Absperrklappe
An­dreas Harmes, Geschäfts­führ­er der RBU Group, auf ein­er Absper­rk­lappe

Das Kerngeschäft der Un­terneh­mens­gruppe bildet nach wie vor das En­gi­neer­ing von RBU Absperr- und Rege­lar­ma­turen. Diese speziellen Bauteile kön­nen Prozesse in einem Be­trieb op­ti­mieren und seine En­ergie­ef­fizienz sig­ni­fikant steigern. Wie das ge­nau funk­tioniert, erk­lärt uns Harmes an einem an­schaulichen Beispiel: „Leime wer­den in der In­dus­trie über so­ge­nan­nte ther­mische Abluftreini­gungsan­la­gen ver­bran­nt. Damit keine Rück­stände ent­ste­hen, sind dafür Tem­per­a­turen von rund 1.000 Grad Cel­sius notwendig. Um diese Be­din­gun­gen ge­nauestens zu reg­ulieren und Stör­größen auszu­gleichen, wer­den unsere ex­trem hitzebeständi­gen Pro­dukte einge­set­zt.“ Auch an­deren wi­dri­gen Um­stän­den wie Ko­r­ro­sion oder ag­gres­sivem Staub kön­nen die RBU-Pro­dukte trotzen. „In Ze­men­tw­erken et­wa sind Prozess­gase ex­trem staub­be­la­den. Unsere Klap­pen und Schie­ber sor­gen dafür, dass diese sich­er abges­per­rt und reg­uliert wer­den“, ergänzt Harmes. So er­hielt RBU na­hezu zeit­gleich die Aufträge, das größte und auch das zweit­größte Ze­men­tw­erk der Welt mit Regelk­lap­pen und -schie­bern zur ge­samten Prozesss­teuerung zu be­lie­fern. Das größte Werk wird derzeit in Ägypten von einem chi­ne­sischen An­la­gen­bauer er­richtet und wird eine Tage­spro­duk­tion von 36.000 Ton­nen er­reichen; das zweit­größte Werk mit ein­er Tage­spro­duk­tion von 20.000 Ton­nen ent­ste­ht ge­gen­wärtig un­ter Fed­er­führung eines deutschen An­la­gen­bauers in Sau­di-Ara­bi­en. Grund­la­gen für diese ho­he Ro­bus­theit der RBU-Pro­dukte sind u.a. hoch­w­ertige Spezial­w­erk­stoffe, spezielle Dich­tungs­ma­te­rialien und be­son­dere Ge­ome­trien. Auf­grund ihr­er großen En­gi­neer­ing-Kom­pe­tenz und langjähri­gen Er­fahrung kön­nen die RBU-Mi­tar­beit­er natür­lich auch Kon­struk­tio­nen en­twick­eln, die nicht dem Stan­dard ent­sprechen.

Zer­ti­fizierte Mon­tage- Spezial­is­ten: HBS Ser­vice

Seit April 2017 produziert die RBU Group in dieser 2.600 Quadratmeter großen Halle in Willich
Seit April 2017 pro­duziert die RBU Group in dies­er 2.600 Qua­drat­me­ter großen Halle in Wil­lich


Im Jahr 2013 kaufte An­dreas Harmes den Mon­tage-Spezial­is­ten HBS Ser­vice auf, mit dem bere­its seit vielen Jahren eine ver­trauensvolle und leis­tungss­tarke Part­n­er­schaft be­s­tand. „For­t­an kon­n­ten wir unseren Kun­den nicht nur das En­gi­neer­ing und die Lie­fer­ung unser­er Spezial­pro­dukte an­bi­eten, son­dern auch deren In­s­tal­la­tion. Eben­so die War­tung und In­s­tand­hal­tung von In­dus­triean­la­gen“, erk­lärt Harmes. Je nach Kun­den­wun­sch bi­etet HBS Ser­vice Teil- oder Kom­plettleis­tun­gen an – von der Kalku­la­tion und Pla­nung über die Baulei­tung und Ko­or­d­i­na­tion bis hin zur tech­nischen Doku­men­ta­tion und tech­nischen Ab­nahme. Kön­nen bes­timmte Re­para­turen nicht beim Kun­den vor Ort durchge­führt wer­den, stellt HBS Ser­vice selb­stver­ständlich seine ei­ge­nen Werk­stät­ten zur Ver­fü­gung. Groß geschrieben wird zu­dem das The­ma Ar­beits­sicher­heit, denn diese di­ent nicht nur dem Schutz der Mi­tar­beit­er, son­dern steigert auch die Pro­duk­tiv­ität und Qual­ität der Ar­beit. „Sicheres Ar­beit­en ist eine el­e­mentare Vo­raus­set­zung für hoch­w­ertige Mon­tageleis­tun­gen. De­shalb schulen wir uns­er Fach­per­so­n­al regelmäßig und ver­wen­den aussch­ließlich geprüfte Werkzeuge, Maschi­nen und He­bezeuge“, so An­dreas Harmes. Mit der SCC-Zer­ti­fizierung (Sicher­heits Cer­ti­fi­cat Con­trak­toren) durch die Dekra hat der Di­plom-In­ge­nieur die­sen An­spruch sch­warz auf weiß belegt. Außer­dem be­sitzt HBS die Er­laub­nis zur Ar­beit­neh­merüber­las­sung – die­sen Ser­vice haben sich die Wil­lich­er eben­falls zer­ti­fizieren lassen – mit dem Güte­siegel SCP Per­so­nal­di­en­stleis­ter.

Große Kom­pe­tenz in der Fer­ti­gung: ME Me­t­all

Das Kerngeschäft: Engineering von Systemlösungen in der Prozess- und Verfahrenstechnik
Das Kerngeschäft: En­gi­neer­ing von Sys­tem­lö­sun­gen in der Prozess- und Ver­fahren­stech­nik

Den Fir­men­ver­bund kom­plet­tiert hat im Jahr 2014 die Fir­ma ME Me­t­all. „ME Me­t­all war viele Jahre zu­vor bere­its ein zu­ver­läs­siger Lie­fer­ant von uns. Im Zuge unser­er Strate­gie als Kom­plet­tan­bi­eter aufzutreten, lag es na­he, die­s­es Spezialun­terneh­men eben­falls zuzukaufen“, erk­lärt Harmes. Die Fachar­beit­er die­s­es Un­terneh­mens ve­rar­beit­en hoch­w­ertige Me­t­all- und Edel­stäh­le und ferti­gen kom­plexe wärme­tech­nische Kom­po­nen­ten und An­la­gen: Reku­per­a­toren, Brennkam­mern, Rohr­lei­tun­gen, Lufter­hitz­er und, und, und … – eben all das, was wir schon ein­gangs in der großen neuen Pro­duk­tion­shalle bes­tau­nen kon­n­ten. Pro­duziert wer­den in dies­er neuen Halle an der Gießer­allee aber nicht nur ei­gene Pro­dukte und An­la­gen, die RBU Group stellt hi­er auch Kom­po­nen­ten für ex­terne Auf­tragge­ber her. Eins möchte An­dreas Harmes an dies­er Stelle eben­falls klarstellen: „Uns­er Kerngeschäft, die RBU-Klap­pen und -Schie­ber, stellen wir nicht sch­w­er­punkt­mäßig mit ME Me­t­all her. Hi­er wer­den wir auch weit­er­hin mit an­deren Fer­ti­gung­sun­terneh­men aus unserem Netz ver­trauensvoll zusam­me­nar­beit­en.“ Denn dem Geschäfts­führ­er liegt es sehr am Herzen, so­wohl mit Be­s­tand­skun­den als auch mit neuen Kun­den solide und langfristig zusam­men­zuar­beit­en und zu wach­sen. In­fras­truk­turell ge­se­hen ist der neue Stan­dort in Wil­lich auch eine gute Wahl: Dank der exzel­len­ten Verkehrsverbin­dung er­reichen die Spezial­pro­dukte ihre um­lie­gen­den und eu­ropäischen Desti­na­tio­nen problem­los auf dem Land­weg, über die na­he gele­ge­nen Häfen in Duis­burg und Kre­feld kön­nen sie auch weltweit auf die Reise geschickt wer­den.

Vielfältige Branchen­lö­sun­gen

Will mit Bestandskunden und neuen Kunden ge­meinsam wachsen: Geschäftsführer Andreas Harmes
Will mit Be­s­tand­skun­den und neuen Kun­den ge­mein­sam wach­sen: Geschäfts­führ­er An­dreas Harmes

Die vielfälti­gen Lö­sun­gen der RBU Group schätzen Kun­den aus ganz un­ter­schiedlichen Bereichen: Neben der ange­sproch­e­nen Abluftreini­gung und Ze­mentin­dus­trie sind das vor allem Mül­lver­bren­nungsan­la­gen, Kraftw­erke, Trock­n­er und Bren­nan­la­gen, die Stah­lin­dus­trie und die Schiff­stech­nik. „Dazu zählen globale An­la­gen­bauer. Aber auch kleinere Pro­duk­tion­sun­terneh­men, die im Ver­fahrens- und prozesstech­nischen Bereich tätig sind. Diese neh­men er­fahrungs­gemäß eher unseren kom­plet­ten Ser­vice in An­spruch“, erk­lärt Harmes. Neulich erst kam eine An­frage eines kleineren Pro­duk­tion­sun­terneh­mens, das eine Störung in der An­lage hatte und neue Kom­po­nen­ten brauchte – bei ein­er Woche Standzeit. „Wir haben in kürzester Zeit ein Mon­tage-Team hingeschickt, par­al­lel hi­er die Kom­po­nen­ten gezeich­net und ge­fertigt – und dann trotz straf­fen Zeit­plans alles pünktlich vor Ort einge­baut“, erin­n­ert sich der Geschäfts­führ­er. Ein an­deres Beispiel: Aktuell sanieren die Wil­lich­er die Glühöfen eines Kun­den aus der Re­gion. Hi­er macht RBU das En­gi­neer­ing, ME fertigt die Spezialkom­po­nen­ten und HBS baut sie ein – das Kom­plett­paket eben. Wiederum benöti­gen an­dere Kun­den nur einzelne Ser­vices – den Aus­tausch ein­er Pumpe z.B.

Men­sch­lich­es Mitei­nan­der wird großgeschrieben

Mitarbeiter der ME Metall GmbH fertigen die unterschiedlichsten Komponenten aus Stahl und Edelstahl
Mi­tar­beit­er der ME Me­t­all GmbH ferti­gen die un­ter­schiedlich­sten Kom­po­nen­ten aus Stahl und Edel­s­tahl
Trotz all der Tech­nik scheint das Men­sch-Sein aber nicht zu kurz zu kom­men: Bei unserem Rund­gang durch den Fir­men­sitz der RBU-Group fällt der her­zliche und ents­pan­nte Um­gang zwischen den Mi­tar­beit­ern di­rekt auf. „Mir sind Kom­mu­nika­tion auf Au­gen­höhe und ein Ar­beit­sum­feld, in dem man sich wohlfühlt, sehr wichtig“, sagt An­dreas Harmes. Dazu ge­hören natür­lich auch die ständige Fort- und Weiter­bil­dung sein­er Mi­tar­beit­er oder flex­i­ble Ar­beit­szeit­mod­elle. „Eine unser­er Kon­struk­teurin­nen z.B. ist kür­zlich Mut­ter ge­wor­den. Sie ar­beit­et da­her zunächst von zu Hause aus“, schildert Harmes. Die Konzen­tra­tion aller Geschäfts­felder am neuen Stan­dort in Wil­lich hat sein­er Mei­n­ung nach auch die Ar­beitsbe­din­gun­gen vere­in­facht: „Unsere Pro­dukt­de­sign­er kön­nen z.B. in die Pro­duk­tion­shalle ge­hen, um Dinge di­rekt vor Ort zu klären.“ Und weil das Geschäft so gut läuft, braucht der Di­plom-In­ge­nieur noch Ver­stärkung – insbe­son­dere Schloss­er, Sch­weißer und Mon­teure wer­den ge­sucht. Man merkt, dass An­dreas Harmes noch stun­den­lang voller Lei­den­schaft über sein Busi­ness sprechen kön­nte. Nun muss er sich aber lei­der entschuldi­gen: Die Ver­la­dung eines rie­si­gen Bauteils ste­ht an. Es soll pünktlich das große Roll­tor der Pro­duk­tion­shalle ver­lassen, um ir­gend­wo auf der Welt wied­er für ei­nen rei­bungs­losen Ablauf zu sor­gen.

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Ausgabe 07/2017